Unser Format "Ein Abend für und mit ..." ist in der Jazzszene ziemlich einzigartig, denn es handelt sich hierbei im Grunde um die kleinstmögliche Form eines Workshops. Das Grundprinzip ist, dass eine bekannte Künstlerperson eine kleine Werkschau mit EIgenkompositionen über meist 5 Stücke mit unserem Kernteam spielt, und dann das Teilnehmerfeld eingeladen ist, sich an weiteren Werken des Gastes im Lauf des Abends zu beteiligen. Bereits Wochen zuvor hat der Widmungsgast hierzu Notenmaterial verfügbar gemacht, und es entsteht die seltene Gelegenheit, als Amateur von nebenan mit Profis zu spielen und von diesen zu lernen. Durch die im Sessionpad immer vorhandenen Realbook-Standards gibt es auch Spielgelegenheiten für Menschen, die sich das Profimaterial nicht zutrauen, aber dennoch mit dem Gast bei Stücken mitspielen möchten, in denen sie sich sicher fühlen.
Dennis Sekretarev (tp/fh)

Im November 2025 hatten wir Dennis Sekretarev bei uns zu Gast. Auf ein Augenzwinkern von Juliana da Silva hin haben wir mit ihm Kontakt aufgenommen und mit ihm 5 seiner durchaus komplexen und vielschichtigen Kompositionen eingeprobt; es entstand ein intimer und eindrucksvoller Abend für Mitwirkende und Gäste gleichermaßen.
Juliana da Silva (voc)

Einen solchen Abend wie im April 2025 haben wir bisher noch nicht und danach auch nie wieder erlebt. Juliana hat mit ihrer erheblichen Sogwirkung (auch) der brasilianischen Community gegenüber unsere kleine Spielstätte gesprengt, mit in der Spitze 100 Personen haben wir bis tief in die Nacht mit ihren Eigenkompositionen und Latin-Jazz-Standards den Winter endgültig vertrieben. Wir waren - glaube ich - selten so erschöpft und happy gleichzeitig und brauchten nach nur 5 Stunden Schlaf tags darauf Streichhölzer in den Augen. Die Duette mit "One Note Samba" werden wir niemals vergessen.
Kaye Ree (voc)

Die Teilnehmerin des Formats "Voice of Germany" war im Februar 2025 unser Gast. Heute eine etablierte Künstlerin, könnte man ihren Stil durchaus als Weltmusik mit Soul- und Crossover-EInflüssen beschreiben. Die von Ihr beigesteuerten Originals haben wir ein wenig mit klassischen Jazz-Einflüssen angereichert und unser Vibraphonist war derjenige, der schlussendlich für das völlig neue und eigenständige Klangbild verantwortlich war. Es zeigte sich: Mut wird belohnt !
Uli Partheil (p)

Der Träger des Musikpreises der Stadt Darmstadt war im Spätherbst 2023 unser allererster Widmungsgast. Uli ist regelmäßiger Dozent bei den Darmstädter Jazzconceptions und in der Darmstädter Jazzszene eine feste Größe; sein komplettes Wirken hier wiederzugeben würde den Rahmen sprengen. Die Geburtsstunde dieses Formats ist daher untrennbar mit seinem Namen verbunden und es besteht durchaus die Hoffnung, ihn nochmals gewinnen zu können ;-) Gespielt wurden neben Latin-Jazz Nummern auch zeitgenössisches; die komplette Gruppe hat sich damals ausschliesslich aus dem Teilnehmerfeld rekrutiert.
30.09. ab 20 Uhr - Nr. 28 - Ein Abend für und mit Peter Lehel
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